Am 7. Oktober 2026 fand eine Anhörung zu Zaids möglicher Auslieferung nach Ungarn statt. Dem Richter war es ein Anliegen, Zaid’s Anhörung ans Ende des Arbeitstages zu legen, weshalb die Anhörung erst nach 20 Uhr begann. Der Richter ist seit dem letzten Termin neu eingesetzt worden.
Zaid’s Anwalt empfand es zunächst als positiv, dass der Richter sich Zeit nimmt, den Komplex verstehen will und aufmerksam zu sein scheint.
Der Raum war zuerst zu klein für alle Supporter*innen. Es kamen viele Menschen. Im Verlauf der Zeit wurde die Runde aber kleiner.
Die Staatsanwaltschaft verherrlichte die „exzellenten Antworten“ aus Ungarn, welche auf die fünf Anfragen des Pariser Gerichtes zugesandt wurden. Zudem wird stets die europäische Union erwähnt und die einkehrende Demokratie unter dem neuen Präsidenten Magyars.
Währenddessen reagierte die Verteidigung mit verschiedenen Belegen der schlimmen Haftbedingungen, ebenso bzgl. des Rassismus der Wärter (Belege aus den letzten Jahren + die Berichte des Helsinki-Komittees wurden angeführt) und ebenfalls, das aufrecht erhaltende Gesetz, welches „Antifa“ als Terrorgruppe verfolgt. Sie betonte wie ewig lang sich Ungarn Zeit lies mit den Antworten, in denen jedoch keine neuen Informationen unter Magyars Leitung zu finden seinen.
Der Richter erwähnte, es gibt die Moral. Er jedoch muss nach dem vorliegendem Recht entscheiden.
Zaid sprach abschließend selbst und betonte, dass von anderen maßgeblichen Regime-wechseln bekannt ist, dass die Haftbedingungen stets das letzte sind, was sich verändert. Er als syrischer Antifaschist würde als aller letztes etwas davon spüren, sollte er in Ungarn in Haft kommen.
Der nächste Termin ist am Mi, 25.11., 13:30 Uhr. Da soll das Urteil fallen.
