Gefangene in JVA Gelsenkirchen starten Petition für Sportangebote

Die JVA Gelsenkirchen ist eine große JVA in NRW mit 620 Haftplätzen für Männer und Frauen. 

Ein Problem der weiblichen Inhaftierten ist es, dass sie zu wenig Sport- und Bewegungsangebote haben. Auf dem Hof gibt es keine Geräte und Möglichkeiten für Sport. Ansonsten findet nur dienstags ein Sportkurs statt, der gelegentlich ausfällt. In der Vergangenheit haben sich Gefangene bereits mündlich über die fehlenden Sportangebote beklagt, ohne Ergebnis. Im April 2026 haben nun 30 inhaftierte Frauen gemeinsam einen schriftlichen Antrag unterzeichnet und der Anstaltsleitung übergeben. Durch diese Petition kann die Anstaltsleitung nicht mehr fehlendes Interesse der Gefangenen als Rechtfertigung für das mangelnde Angebot vorgeben.

Die Gefangenen sprechen damit ein größeres Problem an. Im Unterschied zu den Männer-JVAs oder Männer-Hafthäusern, gibt es in Frauen-JVAs, die oft kleiner sind und weniger Inhaftierte haben, weniger Ausbildungs-, Arbeits-, Freizeit- und Sportangebote.

Nach positiven Gegenbeispielen muss man nicht lange suchen. So gibt es in der nahegelegenen JVA Wuppertal-Ronsdorf eine Fußballgruppe für die inhaftierten Mädchen und Frauen, die mit Fußballvereinen draußen kooperiert. Das zeigt, dass sich durchaus etwas ändern lässt. Es braucht dazu lediglich den Willen der Anstaltsleitung, ihrer Pflicht nachzukommen, angemessene Haftbedingungen und Angebote für alle Inhaftierten zu schaffen.

Wir unterstützen hiermit das Engagement der inhaftierten Frauen in der JVA Gelsenkirchen für mehr Sportangebote und senden solidarische Grüße hinter die Knastmauern Gelsenkirchens und überall!

Haftunterstützungsgruppe für Luca