Paula ist eine der verfolgten Antifaschistinnen aus Jena, die im Großverfahren gegen die Antifa am OLG Düsseldorf angeklagt ist. Sie wurde letzte Woche, am 18. Juni 2026, haftverschont und aus der Untersuchungshaft in der JVA Wuppertal-Ronsdorf entlassen. Nach dreieinhalb Jahren – davon anderthalb Jahre im Knast – konnten wir Paula endlich wieder in die Arme schließen. Sie muss sich nun zwei Mal die Woche bei der Polizei melden und weiterhin als Angeklagte am Strafprozess am OLG Düsseldorf teilnehmen.
Ihre Untersuchungshaft hatte Paula im Januar 2025 in der JVA Wuppertal-Ronsdorf angetreten. Ende Februar 2025 wurde sie in die JVA Chemnitz verlegt. Im Januar 2026 musste sie aufgrund des beginnenden Strafprozesses am OLG Düsseldorf zurück nach Wuppertal.
Die Haft in Wuppertal war eine harte Zeit. Paulas Mitangeklagte Nele, die von Januar bis April 2026 ebenfalls in der JVA Wuppertal-Ronsdorf inhaftiert war, berichtete erst im Mai 2026 von Schikanen und der Misshandlung einer Mitgefangenen, siehe https://www.basc.news/schikanen-und-misshandlung-in-jva-wuppertal-ronsdorf/.
Wir danken von ganzem Herzen den lieben Menschen in Chemnitz und Wuppertal, die Paula während ihrer Haft durch Feuerwerke, Kundgebungen, Veranstaltungen und ihre Solidarität beistanden.
Haftunterstützungsgruppe von Paula
